Luftbild Technische Fakultät Erlangen, Foto: © Kurt Fuchs
Luftbild Technische Fakultät Erlangen, Foto: © Kurt Fuchs

Zukünftiger Standort der Technischen Fakultät

Einberufung eines runden Tisches in Erlangen

Den Antrag der CSU-Stadtratsfraktion finden Sie am Ende dieser Seite zum Download.

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert den Erlanger Oberbürgermeister auf, neben Gesprächen auf Metropolregionsebene auch einen runden Tisch mit dem dafür zuständigen Erlanger Personenkreis (Minister, FAU-Präsident, Dekane, Siemens, außeruniversitäre Forschung, Politik etc.) einzuberufen, um alle Möglichkeiten eines fokussierten Ausbaus der Technischen Fakultät mit möglichst guten Überschneidungen, Schnittstellen und Anbindungen zum Siemens-Campus, den umliegenden außeruniversitären Instituten und Kliniken sowie den übrigen Fakultäten der FAU auszuloten.

Die Verwaltung wird aufgefordert, alle in Betracht kommenden Flächen auf ihre konkrete Nutzbarkeit zu überprüfen.

Der Überprüfung aller Finanzierungsmöglichkeiten durch den Freistaat Bayern in Abhängigkeit der jeweiligen Flächen kommt dabei unter Einbeziehung aller politischen Ebenen eine besondere Bedeutung zu.

 

Begründung

Die neue Situation fordert allen Beteiligten Besonnenheit, aber auch die Bereitschaft zur Neuordnung ihrer bisher zugrunde gelegten Prioritäten auf. Die Diskussion über den zukünftigen Standort der Technischen Fakultät muss nach dem „Aus“ auf dem vorgesehenen AEG-Gelände nun wieder völlig neu geführt werden, um der Verunsicherung von Wissenschaftlern und Studierenden der FAU, aber auch der Erlanger Bürger und Unternehmer gerecht zu werden und den Wissenschaftsstandort Erlangen und seine herausragenden Zukunftschancen nicht zu gefährden.

Wissenschaftspolitik und die Suche nach einem neuen Standort für die Technische Fakultät der FAU darf nicht aus dem Blick einer regionalen Stadtentwicklung betrieben werden, sondern muss die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Exzellenz von Lehre, Wissenschaft und Forschung in den Mittelpunkt stellen. Erst muss das Fakultätsentwicklungskonzept der Technischen Fakultät die strategischen Eckpunkte auch mit Blick auf Voraussetzungen für Kooperationen mit Partnern in Industrie, außeruniversitärer Forschung, Universitätskliniken und anderen Fakultäten klären, dann können daraus abgeleitet langfristige Standortfragen geklärt werden.

Besonders zu berücksichtigen sind dabei der neue Siemens-Campus und seine einzigartige Möglichkeit, Forschungszentren und ganze Teile von Departments der TechFak inmitten des neuen international ausstrahlenden Standorts einzubetten. Die geplanten Innovations- und Gründerbereiche zur Ansiedelung von Start-Ups auf dem Siemens Campus bieten besondere Chancen für Unternehmensgründungen aus der TechFak heraus. Denkt man einen Schritt weiter, könnte der aktuell für Wohnbebauung vorgesehene östliche Teil des Campus eine bisher nicht erahnte Fläche für den geforderten großen Wurf auf der grünen Wiese bieten.

Für die Ansiedelung, Ausweitung und Konzentration der bestehenden Einrichtungen rund um das Erlanger Südgelände gibt es viele Optionen, bei denen die neuen S-Bahn- und StUB-Haltestellen „Kurt-Schumacher-Straße“ und „Paul-Gossen-Straße“ am besten ausgeschöpft und aufgrund der guten Pendelmöglichkeit per ÖPNV, MIV und Fahrrad nirgends der Aufbau einer kompletten zweiten Uni-Infrastruktur erforderlich wäre:

  • Siemens zeigt großes Interesse an Forschungseinrichtungen und Lehrstühlen auf dem neuen Siemens-Campus (Gespräche um einen neuen FAU-Campus anstelle von Wohnbebauung im östlichen Teil wurden bislang offiziell noch gar nicht geführt)
  • An der Staudt-Straße sind 10 Hektar für universitäre Bebauung vorgesehen. Das Max-Planck-Institut belegt nur 1,5 ha.
  • Die Angliederung der Flächen der ehemaligen Dermatologie am Röthelheim-Campus. Dafür sollten die Medizinische Fakultät und Unikliniken frei werdende Flächen der Philosophischen Fakultät an der Kochstraße erhalten.
  • Die Gewerbegebiete G1 und G6 in Tennenlohe könnten auch als universitäre Flächen genutzt werden.
  • Auch die Option von Flächen entlang der Erlanger Straße (B 4) und der künftigen StUB-Trasse von Großgründlach und Wegfeld in Nürnberg bis hin zum Erlanger Süden sollte geprüft werden.Die gesamte Metropolregion würde von einer weiteren Stärkung der Technischen Fakultät mit einer Kombination von Ausbau und Konzentration aller Standorte rund um den neuen Siemens-Campus profitieren. 
  • Ein in Deutschland einzigartiges Technologie- und Forschungscluster von der außer-universitären Grundlagenforschung (Helmholtz-, Max-Planck- und Fraunhofer Institute) bis hin zur ingenieurwissenschaftlichen Anwendung (mit Informatik) würde neben dem weltweit größten Forschungszentrum von Siemens stehen. Eine Trennung der bisherigen Lehrstühle der Technischen Fakultät in voneinander entfernten Standorten ist weder sinnvoll noch nachhaltig.

 

Ansprechpartner:

Birgitt Aßmus
Stadträtin

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Dr. Kurt Höller, MBA
stv. CSU-Kreisvorsitzender, stv. Kreisvorsitzender Mittelstands-Union (MU), Mitglied im Fraktionsvorstand/Beisitzer, Stadtrat

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Gabriele Kopper
Stadträtin (2002 - 2020)

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CSU-Stadtratsfraktion Erlangen

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