Kurt Höller (links) und Jörg Volleth wollen die Elektromobilität in Erlangen voranbringen. Foto: Albrecht Börner
Kurt Höller (links) und Jörg Volleth wollen die Elektromobilität in Erlangen voranbringen. Foto: Albrecht Börner

Elektromobilität als Chance für Erlangen

Den Antrag der CSU-Stadtratsfraktion finden Sie am Ende dieser Seite zum Download.

In der Stadtratssitzung am 29. Oktober 2017 hat Oberbürgermeister Dr. Florian Janik (SPD) anders als viele seiner Kollegen in anderen großen Städten nicht die großen Chancen der Elektromobilität gerade auch im öffentlichen Nahverkehr herausgestellt, sondern in erster Linie auf die Vielzahl technischer Herausforderungen hingewiesen, die aus seiner Sicht einer zeitnahen flächendeckenden Verbreitung der Elektromobilität entgegenstehen. Dabei läge es gerade an uns, so die Forderung der CSU-Stadtratsfraktion, in einer Stadt mit einigen der wichtigsten technischen Pioniere der Elektromobilität und einer Bevölkerung mit hohem Umweltbewusstsein und technischer Aufgeschlossenheit konsequent die ersten Schritte zu gehen.

Selbst in der notorisch klammen großen Nachbarstadt Nürnberg will die VAG ab dem Jahr 2020 nur noch Elektrobusse beschaffen und sukzessive ihre gesamte Busflotte elektrifizieren. Bis zum Jahr 2030 soll die Hälfte der 160 VAG-Busse mit Strom fahren. Aus Sicht der CSU-Fraktion ist es im Rahmen unserer ganzheitlichen Anstrengungen im Verkehrsentwicklungsplan für eine zukunftsfähige Mobilität in Erlangen unerlässlich, die positiven Aspekte eines emissionsfreien Stadtverkehrs über die StUB-Trasse hinaus zu erkennen und sich einer entsprechenden Zukunftsperspektive zu öffnen.

Sowohl die Siemens AG als auch die Friedrich-Alexander-Universität zusammen mit den Erlanger Fraunhofer-Instituten zeigen sich nicht nur offen für die Elektromobilität und entsprechende Pilotprojekte in Erlangen, sondern beschäftigen sich auch selbst schon ganz konkret mit den erforderlichen Weichenstellungen, um einen Einstieg im großen Stil meistern zu können. Das persönliche Bekenntnis einer Vielzahl von Führungskräften in all diesen Institutionen unterstreicht diese Bestrebungen.

Um konkrete Schritte zum Wohle der Anwohner stark befahrener innnerstädtischer Straßen aber auch im Sinne eines technologieorientierten HighTech-Standortes zu unternehmen, wollen die CSU-Stadträte Birgitt Aßmus, Jörg Volleth, Gabriele Kopper, Christian Lehrmann, Dr. Kurt Höller, Adam Neidhardt und Dr. Stefan Rohmer folgende 10 Punkte, die möglichst im Wirtschaftsreferat anzusiedeln und mit dem entsprechend erforderlichen Budget zu unterlegen sind:

  1. Ein „Runder Tisch Elektromobilität“ bringt alle Akteure wie Vereine mit entsprechender Zielsetzung (Energiewende ER(H)langen e.V., CarSharing Erlangen e.V., Solarmobil etc.), Technologieträger (Fraunhofer IISB, FAU-Lehrstühle, Siemens), Autohäuser, Taxigenossenschaft, städtische Gesellschaften wie ESTW und GEWOBAU, sowie private Arbeitgeber und städtische Verkehrsplaner an einen Tisch. Der runde Tisch könnte politisch initiiert und begleitet, aber dann organisatorisch durch ein Führungsteam aus Forschung und Industrie geleitet werden. Abgeleitete Forderungen werden in UVPA, HFPA und Stadtrat eingebracht.

  2. Aus diesen Treffen heraus sollte ein „Tag der E-Mobilität“ ins Leben gerufen werden, der auch die Bevölkerung mit den Perspektiven dieses Runden Tisches vertraut macht und in die Diskussionen einbindet (z.B. abwechselnd zur “Langen Nacht der Wissenschaft”).

  3. Pilotprojekte zu einer engmaschigen Ladeinfrastruktur sowie einer autonomen Mobilität in MIV und ÖPNV gemeinsam mit den Akteuren des „Runden Tisches Elektromobilität“ auf den Forschungs-Campi von Siemens oder Universität werden ganz konkret vorbereitet und in Angriff genommen. Bei allen Baumaßnahmen sind Unternehmen und Staatliches Bauamt angehalten, die erforderliche Ladeinfrastruktur mit zu berücksichtigen.

  4. Anstelle von konventionellen Akkus kann Energie auch über Wasserstoff gespeichert werden, der in Brennstoffzellen wieder verstromt wird. Gerade hinsichtlich der gefahrlosen Wasserstoffspeicherung könnten Erlanger Wissenschaftler und Unternehmen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Bei allen Pilotprojekten sind hinsichtlich der eingesetzten Speicherverfahren daher auch innovative Ansätze zu berücksichtigen und soweit vertretbar auch einzusetzen.

  5. Überprüfung der Anforderungen für einen Einstieg in einen Probebetrieb für E-Taxis mit Elektroladesäulen an allen Taxiständen, dazu vorbereitendes Gespräch mit der Taxigenossenschaft und den ESTW.

  6. Öffnung einer im Rahmen der StUB zu bauenden Kosbacher Brücke auch für Elektrofahrzeuge.

  7. Tourismus und E-Mobilität werden gemeinsam gestärkt: Ladestationen an Hotels, E-Bikes für Touristen.

  8. Ein Erfahrungsbericht „E-Mobilität in unserer Partnerstadt Shenzhen“ verdeutlicht den aktuellen Technologiestand außerhalb Deutschlands.

  9. Mittelfristiges Ziel: Campus-Linie mit autonom fahrendem E-Bus am Uni Nord- / Röthelheimpark- und Süd-Gelände.

  10. Langfristiges Ziel: Bemühen um eine Fabrik für E-Busse/Fahrzeuge in der Metropolregion, BYD als Weltmarktführer plant/errichtet derzeit Werke in Ungarn und Frankreich.

Als deutliches Zeichen der Stadt erwarten die CSU-Stadträte einen Grundsatzbeschluss: Stadt Erlangen (und Tochterunternehmen) bestellen ab sofort grundsätzlich nur noch Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor, soweit nicht zwingende Gründe dem entgegenstehen. Mögliche Fördermittel für ein derart grundsätzlich angelegtes Konzept inkl. Anschaffungskosten aus den zahlreichen neuen Förderlinien des Bundes und des Landes sind natürlich maximal auszuschöpfen. Dazu sollte eine Aufstellung aller städtischen Fahrzeuge sowie ein Zeitplan zur Umstellung und Neubeschaffung innerhalb aller städtischen Betriebe erstellt werden. Ein entsprechendes Ladestellenkonzept für den städtischen Fuhrpark (mit Tochterunternehmen) wird ausgearbeitet. Neben E-Lastenfahrrädern wird auch die Anschaffung von E-Bikes als städtische Dienstfahrräder ermöglicht.

Ansprechpartner:

Dr. Kurt Höller, MBA
stv. CSU-Kreisvorsitzender, stv. Kreisvorsitzender Mittelstands-Union (MU), Mitglied im Fraktionsvorstand/Beisitzer, Stadtrat

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Birgitt Aßmus
Stadträtin

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Jörg Volleth
Bürgermeister, stv. CSU-Kreisvorsitzender, CSU-Ortsvorsitzender Frauenaurach, Kriegenbrunn, Hüttendorf, Neuses

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Gabriele Kopper
Stadträtin (2002 - 2020)

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Christian Lehrmann
Fraktionsvorsitzender, Stadtrat, stv. CSU-Kreisvorsitzender, Bezirksvorsitzender Mittelfranken des AK Polizei, Kreisvorsitzender Kommunalpolitische Vereinigung (KPV)

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Adam Neidhardt
Fraktionsschatzmeister, Stadtrat

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Dr. med. Stefan Rohmer
Mitglied CSU-Kreisvorstand (Beisitzer), Mitglied CSU-Ortsvorstand Frauenaurach, Kriegenbrunn, Hüttendorf, Neuses (Beisitzer), Kreisvorstand Mittelstands-Union (MU) (Beisitzer), Stadtrat (fraktionslos)

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CSU-Stadtratsfraktion Erlangen

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