Interview mit dem neuen Kreisvorsitzenden der Arbeitnehmer Union

Gerd Schäll

Seit dem 26. September 2014 heißt der neue Kreisvorsitzende der Arbeitnehmer Union (CSA) Gerd Schäll.

Blickpunkt: Herr Schäll, wir gratulieren zu Ihrer Wahl als CSA Kreisvorsitzender. Was hat sie bewegt, sich für die Arbeitnehmer Union zu engagieren?

Gerd Schäll: Vielen Dank! Ich bin bereits seit mehreren Jahren im Betriebsrat meiner Firma (Anm.: Post In House Service) tätig. Da war es naheliegend, mich auch in der CSA für die Arbeitnehmer einzusetzen.

Blickpunkt: Wofür steht die CSA? Was sind Ihre Themenschwerpunkte?

Gerd Schäll: Die Christlich Soziale Arbeitnehmer Union vertritt die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Innerhalb der CSU verstehen wir uns als Ansprechpartner und Ideengeber in Fragen der Sozial- und Arbeitspolitik.

Blickpunkt: Könnte man dann die CSA als Gegenstück zur Mittelstands Union (MU) sehen?

Gerd Schäll: Die MU ist, wie die CSA, Interessensvertreter ihrer Gruppe innerhalb der CSU. Während wir für die Arbeitnehmer im allgemeinen eintreten, vertritt die MU den Mittelstand. Das macht uns allerdings weniger zu Gegnern, als viel mehr zu Partnern. In unserer Region ist, neben den Global Playern wie Siemens, Adidas, Puma und Schäffler, der Mittelstand mit rund 14.000 mittelständischen Betrieben (im Bereich der Agentur für Arbeit Fürth, dazu gehören Erlangen, Fürth, Ansbach - jeweils mit Landkreis), wichtigster Jobmotor. Bundesweit sind 66% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in kleineren und mittleren Unternehmen angestellt. Damit ist der Mittelstand unser wichtigster Partner, wenn es um Arbeitsplätze und einen stabilen Arbeitsmarkt geht. Ohne ihn geht es nicht.

 

Gerd Schäll
stv. CSU-Ortsvorsitzender Bruck-Anger

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Blickpunkt: Wie schätzen Sie die Situation in Erlangen ein? Wo sehen Sie die Herausforderungen.

Gerd Schäll: Erlangen hat, mit 130.000 Arbeitsplätzen, ein hohes Angebot an Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote von 7,4 % im Jahr 2005 konnte inzwischen auf Werte um die 4 % reduziert werden. Aktuell liegt sie bei 4,3 %. Ein großes Problem sind die Langzeitarbeitslosen. Zuletzt war die überwiegende Mehrheit dieser Gruppe, nämlich 738 von 975 Menschen, länger als 60 Monate arbeitslos gemeldet. Der Erlanger Arbeitsmarkt bietet viel Potential für qualifizierte Arbeitskräfte, jedoch nur sehr geringes Potential im Helfer- und Anlernbereich. Dieser Fokus auf die Qualifikation und der hohe Grad an Spezialisierung macht es schwer, Langzeitarbeitslose in Arbeit zu vermitteln. Hier brauchen wir Programme, mit denen wir die Chancen von Langzeitarbeitslosen am lokalen Arbeitsmarkt verbessern können. Im Bereich der Sozialpolitik ist die größte Herausforderung die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Blickpunkt: Wie geht es nun weiter in der CSA?

Gerd Schäll: Wir werden in einer konstituierenden Sitzung das Programm für das kommende Jahr festlegen. Zu Veranstaltungen der CSA ist jeder herzlich eingeladen. Natürlich sind wir als Arbeitsgemeinschaft der CSU auf Mitglieder angewiesen. Je mehr Mitglieder wir haben, umso stärker können wir als Kreisverband auftreten. Deshalb wird ein wichtiger Punkt auch die Mitgliederwerbung werden. Übrigens kostet die Mitgliedschaft in der CSA für CSU-Mitglieder nur 5 Euro im Jahr. Sie können uns mit ihrer Mitgliedschaft sehr helfen. Ich würde mich freuen, sie als Mitglied aufnehmen zu dürfen.

Blickpunkt: Herr Schäll, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in Ihrem neuen Amt.

 

Das Gespräch führte

Christian Lehrmann
stv. CSU-Kreisvorsitzender, CSU-Ortsvorsitzender Bruck-Anger, Bezirksvorsitzender Mittelfranken des AK Polizei, Kreisvorsitzender Kommunalpolitische Vereinigung (KPV), Mitglied im Fraktionsvorstand/Schriftführer, Stadtrat

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