Pin-Nadel am Besiktas-Platz
Pin-Nadel am Besiktas-Platz

Pin-Nadeln ade!

Die Pinnadeln der Künstlerin Isi Kunath werden abgebaut, allerdings erst dann, wenn ein neues Konzept für die Markierung historischer Orte in unserer Stadt vorliegt. Dieser Kompromissvorschlag des Vertreters der Firma REHAU, Sponsor der seit 2002 installierten Pinnadeln, wurde von den Mitgliedern der Kunstkommission nach eingehender Diskussion so akzeptiert. Der Verbleib der Pinnadeln wurde mehrheitlich abgelehnt.

Vorausgegangen war die Entscheidung der Kunstkommission, die Pinnadeln bereits im Herbst 2014 abzubauen. Nachdem die Firma REHAU erst über eine Pressemitteilung davon erfahren hatte und ihr Bedauern darüber ausdrückte, wurde von ihr nach einer Bestandsaufnahme der 16 Pinnadeln der Vorschlag unterbreitet, weitere 10.000 Euro für die Sanierung der Nadeln und die Wiederherstellung der Bodenplatten bereit zu stellen. Die CSU beantragte daraufhin, nochmals Gespräche mit REHAU und der Kunstkommission aufzunehmen, um die erfolgte Entscheidung zu überdenken.

In der Sitzung der Kunstkommission am 29. Juli – zu der nun auch ein Firmenvertreter von REHAU sowie die Künstlerin Isi Kunath eingeladen waren – gab es bedauerlicherweise – bis auf die CSU-Vertreterin - keine Meinungsänderung. Als Gründe für den Abbau wurden genannt: Die Nadeln seien nur für das Jubiläumsjahr 2002 und als temporäre Kunst vorgesehen gewesen. 14 Jahre Pinnadeln seien jetzt genug. Im öffentlichen Raum müsse schon längst aufgeräumt werden. Man sollte sich von Kunstobjekten, die nicht mehr zeitgemäß und sanierungsbedürftig sind, auch trennen können. Solche Kunstobjekte seien auf dem “Kunstfriedhof“ im Schunck`schen Garten zu entsorgen.

Obwohl sich bei diversen Befragungen die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für den Verbleib der Pinnadeln ausgesprochen haben wurde dies von der Kunstkommission nicht zur Kenntnis genommen und berücksichtigt. Dies ist sehr bedenklich. Wer bestimmt, was Kunst in unserer Stadt ist? Wo bleibt das Wahlversprechen der neuen Koalition, den Bürgerwillen ernst zu nehmen. Will man riskieren, dass die schon wenigen Sponsoren in unserer Stadt sich weiter von der Kulturförderung zurückziehen?

Die lieb gewordenen und Stadtbild prägenden Pinnadeln werden uns fehlen!


Gabriele Kopper, Staträtin
stv. Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion
Sprecherin für Kultur

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