Errichtung eines zentralen Verkehrsübungsplatzes in Dechsendorf

Seit 2013 vergeblich von der CSU gefordert

Es geht um die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr: Seit Oktober 2013 hat die CSU-Stadtratsfraktion bereits zweimal mit guten Gründen einen zentralen Verkehrübungsplatz beantragt.

Die CSU-Stadtratsfraktion spricht sich für einen zentralen Verkehrsübungsplatz mit Freizeiteinrichtungen aus (Variante 2 der Vorlage vom 10.03.2016). „Für die Fahrradfahrerstadt Erlangen sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den Kindern den bestmöglichen Fahrradunterricht zu ermöglichen. Das ist nur mit der Errichtung eines adäquaten Verkehrsübungsplatzes möglich“, so Stadtrat Christian Lehrmann.

Die Argumente für einen zentralen Verkehrsübungsplatz:

  • Verkehrssituationen können möglichst realitätsnah nachgestellt werden.
  • Der Fahrradunterricht kann richtliniengetreu durchgeführt werden.
  • Der in die Jahre gekommene LKW der Jugendverkehrsschule muss zukünftig nicht durch einen neuen ersetzt werden, Materialien können zukünftig vor Ort gelagert werden.
  • Das Ent- und Beladen des LKW der Jugendverkehrsschule entfällt. Die Vorbereitungszeit verkürzt sich damit und kann sinnvoller genutzt werden.
  • Störende Einflüsse, die auf einem Pausehof vorkommen (Schülerbewegungen oder Besucherverkehr) sind ausgeschlossen.
  • Die Unterhaltskosten des zentralen Verkehrsübungsplatzes sind geringer als die Instandhaltung der verschiedenen Pausenhöfe zusammen.
  • Eine Großzahl der Grundschulen fährt bereits heute nach Dechsendorf zum Fahrradunterricht. (Aufgrund der Planungen ist dies auf zwei aufeinander folgenden Tagen notwendig.)
  • Der Verkehrsübungsplatz kann auch von anderen Zielgruppen (Flüchtlinge, Senioren, etc. genutzt werden.)

Alle 18 Minuten ist im Jahr 2014 ein Kind verunglückt. Insgesamt waren es 28.674 Kinder, die im Straßenverkehr zu Schaden gekommen sind (Link). Egal ob als Fußgänger oder Radfahrer: Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und bedürfen daher einer besonderen Aufmerksamkeit. Seit den 70er Jahren führen die Grundschulen in Kooperation mit der Polizei und der Verkehrswacht Fahrradunterricht durch. Die Jugendverkehrsschulen sollen die Schüler fit machen für die Fahrt im realen Verkehrsraum. Dazu werden Übungen im sogenannten „Schonraum“ mit einer abschließenden Fahrradprüfung durchgeführt. (Der Schonraum ist ein Platz, auf dem kein öffentlicher Verkehr stattfindet.)

Bisher findet in Erlangen der Fahrradunterricht auf den Pausenhöfen statt. Diese Form der Fahrradausbildung ist inzwischen überholt. Viele Kommunen und Landkreise haben deshalb zentrale Verkehrsübungsplätze errichtet, auf denen die Schüler adäquat auf den realen Straßenverkehr vorbereitet werden. Auch in Erlangen wird seit mehreren Jahren über einen solchen zentralen Verkehrsübungsplatz in Dechsendorf diskutiert.
Zuletzt im Bildungsausschuss vom 10.03.2016 (Die Unterlagen mit einer grafischen Darstellung finden Sie hier.)

Eine Umsetzung scheitert am Widerstand der SPD-Stadtratsfraktion, die nach wie vor die Beschulung auf den Pausenhöfen bevorzugt und dazu die Pausenhöfe sanieren möchte. Den Argumenten der Polizei und der Schulen sowie dem klaren Standpunkt der Verwaltung will die SPD bisher nicht folgen. So wurde die letztendliche Entscheidung auf den nächsten Bildungsausschuss verschoben. Bleibt zu hoffen, dass sich die Ampel-Koalition den guten und richtigen Argumenten nicht verschließt und der Errichtung eines zentralen Verkehrsübungsplatzes zustimmt.

Die Richtlinien und den Ablauf der Jugendverkehrsschule finden Sie hier.

Ein Beispiel für einen zentralen Verkehrsübungsplatz finden Sie hier.

 

Bericht von

Christian Lehrmann
Fraktionsvorsitzender, Stadtrat, stv. CSU-Kreisvorsitzender, Bezirksvorsitzender Mittelfranken des AK Polizei, Kreisvorsitzender Kommunalpolitische Vereinigung (KPV)

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