Der bayerische Innenminister und Erlanger Landtagsabgeordnete Joachim Herrmann zog in der Heinrich-Lades-Halle eine positive Zwischenbilanz der laufenden Legislaturperiode. Vor zahlreichen Gästen betonte er die Spitzenstellung Erlangens bei der Inneren Sicherheit und die massiven Investitionen in den Wissenschaftsstandort Erlangen.
Am 5. Mai 2026, rund 941 Tage nach der Landtagswahl 2023, lud Joachim Herrmann zur Halbzeitbilanz in seine Heimatstadt Erlangen ein. „Ein guter Moment, um innezuhalten und zu schauen: Was haben wir gemeinsam erreicht und welche Herausforderungen liegen noch vor uns?“, so der Minister. Mit einem persönlichen Erststimmenergebnis von 36,6 Prozent im Rücken blickte Herrmann auf eine erfolgreiche Arbeit der Koalition zurück, die bereits über 90 Prozent der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen umgesetzt oder auf den Weg gebracht hat. Ein zentrales Thema des Abends war die Innere Sicherheit. Bayern verteidigt seit Jahren den Spitzenplatz im bundesweiten Vergleich, wobei die Kriminalitätsbelastung 2025 den niedrigsten Stand seit 1978 (ausgenommen die Corona-Zeit) erreichte. Besonders stolz zeigte sich Herrmann auf Erlangen: Die Stadt belegte 2024 den ersten Platz und 2025 den hervorragenden zweiten Platz im Ranking der sichersten deutschen Großstädte. „Sicherheit ist die Grundvoraussetzung für Freiheit und Wohlstand“, betonte Herrmann und dankte der Bayerischen Polizei, die bis 2025 auf eine neue Höchstmarke von über 45.700 Stellen verstärkt wurde.
Auch im Bereich des Katastrophenschutzes und Ehrenamtes setzt der Freistaat Maßstäbe. Mit rund 450.000 Einsatzkräften bei Feuerwehren, THW oder anderen Hilfsorganisation, davon 430.000 Ehrenamtliche, ist Bayern ein „Ehrenamtsland“. Wie wichtig diese Strukturen sind, zeigte der Waldbrand im Tennenloher Forst im Mai 2025, bei dem moderne Technik wie Löschroboter und neue Polizeihubschrauber erfolgreich zum Einsatz kamen. Um für künftige Krisen noch besser gewappnet zu sein, investiert der Freistaat im Doppelhaushalt 2026/2027 über 433 Millionen Euro in Feuerwehren und Rettungsdienste und errichtete zum 15. April 2026 das neue Landesamt für Bevölkerungsschutz. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Entwicklung der Friedrich-Alexander-Universität (FAU). Mit Bauprojekten im Wert von rund 2 Milliarden Euro wird das Stadtbild nachhaltig geprägt. Highlights sind der Umbau des „Himbeerpalasts“ zum geisteswissenschaftlichen Zentrum für über 450 Millionen Euro sowie der bevorstehende Doppel-Spatenstich für das neue Hörsaalzentrum und das Nordbayerische Hochleistungsrechenzentrum am 20. Mai 2026. Auch der Sport kommt nicht zu kurz: Die im September 2024 eröffnete Gerd-Lohwasser-Halle bezeichnete Herrmann als „topmodernes Vorzeigeprojekt“, das vom Freistaat mit rund 7,7 Millionen Euro gefördert wurde.
Abschließend verwies Herrmann auf den stabilen Doppelhaushalt 2026/2027 mit einem Volumen von 168 Milliarden Euro. Man setze bewusst auf Investitionen und Wachstum statt auf Schulden, um Bayerns Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. „Wir gehen mit Zuversicht in die zweite Halbzeit. Die Herausforderungen sind groß, aber Bayern ist stark genug, um weiterhin der Antrieb für Deutschland zu sein“, appelierte Herrmann unter Applaus.