Werner Frembs stellte bei der Senioren-Union Erlangen „Digitale Helferlein“ vor

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Trotz großer Hitze war der Vortragsraum in der Gaststätte Ritter St. Georg wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Mitglieder der Erlanger Senioren-Union und Interessenten waren gekommen, um zu erfahren, wie die „Digitalen Helferlein“, die Werner Frembs, Schatzmeister der Senioren-Union Erlangen, ihnen an diesem Nachmittag präsentierte, ihren Alltag erleichtern könnten. Zunächst begrüßte der neue Vorsitzende der Senioren-Union, Bela Bechtold, die Anwesenden, gratulierte denjenigen, die seit der vorigen Veranstaltung Geburtstag hatten und bat um das Gedenken an die beiden verstorbenen Mitglieder.

Mit dem Ausspruch von Paracelsus „Die Dosis macht das Gift (Lat.: „Sola dosis facit venenum“) eröffnete Werner Frembs seine Präsentation und wollte damit zum Ausdruck bringen, dass auch im digitalen Umfeld Augenmaß in der Nutzung erforderlich ist. Was für den einen nützlich ist, bringt dem anderen nichts. Der Nutzer ist weitestgehend frei, welche Anwendung (App) er nutzen möchte und vor allem, welche Vorteile sie ihm persönlich bringt (Beispiel: Wer nie Bahn fährt, braucht keine Bahn-App). Ein weiterer Aspekt bei der Nutzung ist die Neugier und die Bereitschaft, sich auch im Alter mit den digitalen Themen auseinanderzusetzen und die Anwendung(en) regelmäßig zu trainieren bzw. in der Nutzung auf dem Laufenden zu bleiben (Stichwort: Updates).

Warum Apps auch für Senioren von besonderer Bedeutung sind, erläuterte Werner Frembs an einigen Beispielen: Wesentlich ist, dass sie helfen, selbständig zu bleiben, in Notsituationen wichtige Informationen zur Verfügung stellen können und Sicherheit geben. Im Alltag helfen sie u. a. dabei, Kontakte zu organisieren, Unterstützung zu geben bei Alltagsaufgaben wie z. B. bei Bankgeschäften, beim Einkaufen, bei der Nutzung des ÖPNV oder im medizinischen Umfeld. Die möglichen Vorteile, die sich aus der Nutzung eines Cloud-Speichers ergeben, wurden ebenfalls vorgestellt.

Besonders hervorgehoben wurde der Aspekt der Ersparnisse für unsere Stadt, die sich aus der Nutzung von Park-Apps bzw. der münzfreien Bezahlung von Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen ergeben könnten. Die Ausweis-App, die digitale Steuererklärung, die digitale Nutzung einer Packstation oder das Streamen von Fernsehsendungen ergänzten als Beispiele die Fülle an „Digitalen Helferlein“, die Werner Frembs an diesem Nachmittag auf seine lockere Art dem interessierten Zuhörerkreis präsentierte. Bela Bechtold bedankte sich bei dem Referenten für den interessanten, kurzweiligen Vortrag mit einer Flasche Frankenwein und gab mit einem Augenzwinkern auch noch seine eigenen vor kurzem gemachten digitalen Erfahrungen mit Behörden zum Besten. In der Diskussion äußerte man den Wunsch (auch an die Politik), möglichen Problemen bei der Nutzung offen und konstruktiv zu begegnen und dem Wissensstand der Nutzer entsprechende Schulungen anzubieten. Werner Frembs signalisierte Bereitschaft, speziell für die Mitglieder der Erlanger Senioren-Union ein entsprechendes Angebot zu erarbeiten, was mit großer Begeisterung aufgenommen wurde – schließlich will man durch die Digitalisierung nicht abgehängt werden, sondern das eigene Leben erleichtern.

Kurz-URL zu diesem Beitrag: https://www.csu-erlangen.de/9olu

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