Senioren im Fokus dreister Betrüger – Die Polizei bei der Erlanger Senioren-Union

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Für regen Zulauf sorgte die Veranstaltung „Senioren im Fokus dreister Betrüger“ des Erlanger Kreisverbands der Senioren-Union am 17.11.2025. Kreisvorsitzender Christian Nowak begrüßte im übervoll besetzten Veranstaltungsraum der Gaststätte „Ritter Sankt Georg“ den leitenden Polizeidirektor Klaus Wild, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Erlangen, sowie Polizeihauptmeister Jannik Reil, Wach- und Streifenbeamter der Dienstgruppe C.

Polizeidirektor Wild gab mit seiner spannenden Präsentation einen interessanten Überblick über Aufstellung und vielfältige Arbeit der Bayerischen Polizei in den verschiedenen Aufgaben- und Einsatzgebieten: Erkenntlichkeit der Beamten mit Europa-einheitlichen blauen Uniformen seit 2019, Organisationsstruktur und Dienstgrade, beginnend mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration von Minister Joachim Herrmann bis zum Polizeipräsidium Mittelfranken mit den Dienststellen und der Polizeiinspektion Erlangen. Dort sind mehr als 320 Personen tätig, darunter Erlangen-Stadt mit einem Einzugsbereich von ca. 77 km² (171), Verkehrspolizei mit wesentlicher Zuständigkeit für die Autobahn A 73 (78) und Kriminalpolizei (77). Dank unermüdlichem und erfolgreichem Einsatz der Kollegen ist Erlangen nun die sicherste Großstadt in ganz Deutschland.

Mit Videoeinspielungen stellte Wild die Vielseitigkeit einer Berufsausbildung bei der Polizei (Verkehrspolizei, Schutzpolizei und Kriminalpolizei) sowie Szenarien von Einsätzen anschaulich dar. Harte Ausbildung und besondere Spezialisierung sind Voraussetzung, um vielfältig eingesetzt werden zu können, z. B. bei der Hubschrauberstaffel, Wasserschutzpolizei, Reiterstaffel oder auch als Hundeführer. Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten unter www.team.polizei.bayern.de.

Polizeihauptmeister Reil ergänzte aus seiner praktischen Tätigkeit in Tag- und Nachschicht. Mit einer kurz angezogenen schweren Einsatzausstattung demonstrierte er „zum Anfassen“, unter welchen schwierigen Bedingungen er und seine Polizeikolleginnen und ‑kollegen oft und auch lange im Einsatz sind. Dann informierte er über aktuelle Gefahren und besonders häufig vorkommende Tricks, denen insbesondere Senioren ausgesetzt sind: Falsche Amtspersonen, Schockanrufe und Enkeltrick.

Anhand praktischer Beispiele und Tonaufnahmen warnte er vor realistischen und möglichen Gefahrensituationen. Er gab wertvolle Tipps, damit sich Senioren vor kriminellen Machenschaften schützen können: Polizeibeamte können immer ihren Dienstausweis vorzeigen, sie holen kein Geld oder Schmuck bei Privatpersonen ab, um das im Präsidium zu deponieren, man soll sich mit diesen Stücken nicht mit dem Taxi zu irgendeinem Übergabeort schicken lassen. Er gab den Rat, stets misstrauisch zu sein, im Zweifelsfall andere Personen zu informieren und sich niemals unter Druck setzen zu lassen.

Bei der Nutzung des Handys oder im Internet ist stets Vorsicht geboten, ebenso wie in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit, die immer wieder die Gefahr von Einbrüchen und (insbesondere auf Weihnachtsmärkten) des Taschendiebstahls mit sich bringt.

Mit dem Hinweis auf weitere wichtige Informationsmöglichkeiten (z. B. www.polizei-beratung.de) und der Bestellmöglichkeit von diversen Materialien im Internet (https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/) endete das sehr praxisbezogene, spannende und interessante Impulsreferat.

In der lebhaften Diskussion zeigten die zahlreichen Fragen großes Interesse an dem Thema. Die Zeit verging so schnell, dass der Wunsch nach einer Wiederholung geäußert wurde.

Nach Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen des SEN-Kreisverbands dankte Vorsitzender Christian Nowak beiden Referenten mit je einer Flasche SEN-Frankenwein.

Weiterführende Informationen: www.stmi.bayern.de/innere-sicherheit/, www.polizei.bayern.de/, www.polizei-mittelfranken.de.

Kurz-URL zu diesem Beitrag: https://www.csu-erlangen.de/mbq6

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