Der Erlanger Manfred Hopfengärtner wurde mit der Gebhard-Glück-Medaille in Gold der Senioren-Union (SEN) der CSU ausgezeichnet. „Mit der Verleihung unserer höchsten Auszeichnung sagen wir Danke für seinen großartigen Einsatz für unsere Heimat und die CSU-Senioren“, so SEN-Landesvorsitzender Franz Meyer anlässlich der Landesversammlung in Bamberg, an welcher auch Ehrenvorsitzender Dr. Thomas Goppel teilnahm.
Namensgeber der Medaille ist der 2009 verstorbene erste und langjährige SEN-Landesvorsitzende Dr. Gebhard Glück, von 1988 bis 1994 Bayerischer Staatsminister für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit. Meyer: „Die Medaille wird jährlich nur einmal verliehen und würdigt die hervorragenden Verdienste Hopfengärtners, der bis vor kurzem noch SEN-Bezirksvorsitzender in Mittelfranken war“. Der Geehrte war früher SIEMENS-Standortleiter in Erlangen, wo er auch etliche Jahre dem Stadtrat angehörte. Nach wie vor ist er Vizepräsident der Europäischen Senioren-Union. Mit bewegenden Worten dankte Hopfengärtner seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Generationenübergreifend Denken
In der „Region der Brauereien“ konnte Landevorsitzender Meyer zahlreiche Repräsentanten der regionalen und überregionalen CSU begrüßen, unter anderem auch Joseph Mörtl aus München, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern. Selbst bei manchmal unterschiedlichen inhaltlichen Akzenten könne die von der SEN postulierte Generationengerechtigkeit nur generationenübergreifend erreicht werden, darin seien sich junge wie die ältere CSU-Mitglieder einig.
„Generationenübergreifendes Denken“ war auch Inhalt des einstimmig verabschiedeten „Bamberger Aufrufs“, welcher auch Themen behandelt wie ethische Grundlagen, Menschenwürde und wehrhafte Demokratie. Darum ging es auch beim Festvortrag von Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, die vor allem für Nachhaltigkeit bei politischen Entscheidungen plädierte, wobei gleichzeitig auch aktuelle Erfordernisse und gesellschaftliche Veränderungen zu berücksichtigen sind.
Meyer: „Wehrhafte Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif“
Melanie Huml, Stimmkreisabgeordnete im Bayerischen Landtag und ehemalige Staatsministerin, sprach in ihrem Grußwort von der Notwendigkeit einer flächendeckenden medizinischen Versorgung, welche trotz erforderlichen Reformen gewährleistet bleiben müsse. Es gehe insgesamt um eine nachhaltige Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme unter Berücksichtigung der Auswirkungen vor Ort und der Bedürfnisse der älteren Generation.
Der örtliche Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag, der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär und jetzige Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Silberhorn, sprach mit Blick auf die CSU-Senioren von einer „unverzichtbaren und gewaltigen Expertise durch reiche Lebenserfahrung und viele amtierende und ehemalige Mandatsträger aller politischen Ebenen“. Landesvorsitzender Franz Meyer, Altlandrat und ehemaliger Staatssekretär, hatte zuvor im Rahmen seines Berichtes viele Themen erwähnt, welche die SEN im letzten Jahr behandelte, vor allem auch zur notwenigen Reform der Sozialsysteme. „Wir haben uns mit Verve in die politische Diskussion eingebracht und werden auch künftig den Seniorinnen und Senioren eine Stimme geben“. Ihm gehe es vor allem um den Einsatz für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit: „Wehrhafte Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif und erfordert standhaften und mutigen Einsatz der Gesellschaft“.
Peter Müller