Die Erlanger Innenstadt - Blick Richtung Westen (Foto: C. Thümmler)
Die Erlanger Innenstadt - Blick Richtung Westen (Foto: C. Thümmler)

Katastrophale Planungen – Innenstadt soll abgehängt werden

Plant die Stadtverwaltung nach der Bahnbaustelle das endgültige „Aus“ für unsere Innenstadt?

Die CSU-Stadtratsfraktion Erlangen zu den aktuellen Verkehrsplanungen für die Erlanger Innenstadt.

 

Plant die Stadtverwaltung nach der Bahnbaustelle das endgültige „Aus“ für unsere Innenstadt?

Diese Frage drängt sich auf, wenn man die „Szenarien zur verkehrlichen Entlastung der Erlanger Innenstadt vom Durchgangsverkehr“ liest, die das Beratungsbüro SPP Consult mit der Stadtverwaltung in der Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses (UVPA) am 27. Juni 2017 vorgestellt hat.

Es geht um die Sperrung wichtiger Zufahrtsstraßen zur Erlanger Innenstadt. Dazu scheut Janik klare Aussagen. Aber die Zielrichtung ist klar: Autos raus aus der Stadt, egal, welche Konsequenzen das z.B. für Einzelhandel, Gastronomie und Betriebe hat.

Jetzt wird deutlich, die Bahnbaustelle war eigentlich nur der „Probelauf“ für Straßensperrungen und weitere „Maßnahmen“.

Oberbürgermeister Florian Janik und seine „Ampel-Koalition“ (SPD + Grüne + FDP) planen für Erlangen:

  • Wegfall von mindestens 350 Parkplätzen in der Innenstadt
  • Verkehrsachsen sollen „baulich“ blockiert werden
  • die Neue Straße am Maximiliansplatz soll gesperrt werden
  • die Verbindung Äußere Brucker Straße zur Innenstadt / Henkestraße soll durch Sperrung der Unterführung Güterhallenstraße unterbrochen werden
  • sämtlicher Durchgangsverkehr soll über die A73 und die Werner-von-Siemens-Straße geleitet werden
  • mehr Verkehr u.a. für folgende Straßen: Palmstraße, Spardorfer Straße, Essenbacher Straße, Bayreuther Straße

Unsere Innenstadt darf jetzt nicht abgeriegelt werden.
Die CSU fordert daher den STOPP dieser Planspiele.

Dabei verändert sich unsere Innenstadt in den nächsten Jahren massiv: Siemens zieht aus der Innenstadt in den Siemens-Campus entlang der Paul-Gossen-Straße um. In viele bisherige Siemens-Gebäude ziehen Einrichtungen der Universität ein. Das Landratsamt des Landkreises Erlangen-Höchstadt zieht vom Marktplatz in das neue Gebäude neben den Erlangen Arcaden.

Eines wird immer deutlicher: Ideologische Scheuklappen (keine Autos in die Stadt lassen, keine Kosbacher Brücke bauen, weniger Parkplätze) blockieren nachhaltige Zukunftslösungen für unsere Stadt.

Zu diesen Themen fand keine breite Bürgerbeteiligung statt.

 

Die Sprache der Planer verschleiert, woran Oberbürgermeister Florian Janik mit seiner „Ampel-Koalition“ (SPD + Grüne + FDP) arbeitet.

Sprache der Planer

was es wirklich bedeutet

durch bauliche Eingriffe entlasten

Straße sperren und blockieren

Verkehrsreduzierung

Durchfahrt nur für Anlieger

Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeiten

jetzt 50 km/h, dann 30 km/h, jetzt 30 km/h, dann Schrittgeschwindigkeit

Stärkung von alternativen Verkehrsführungen

Verlagerung in jetzt schon belastete Straßen

 

Die Stadtratsmitglieder der CSU sind am vergangenen Dienstag (27.06.2017) offen in die Sitzung des UVPA im Rathaus gegangen. Die Tagesordnungspunkte zum „Verkehrsentwicklungsplan Erlangen“ sollten von den Gutachtern vorgestellt werden.

Sie erlebten allerdings, dass Oberbürgermeister Florian Janik und seine Ampel-Koalition keineswegs offen sind für vernünftige Vorschläge, sondern einen Blanko-Freibrief für die nächsten Planungsschritte und Maßnahmen erwarten.

Eine solchermaßen vorgefasste, starre Meinung in festen ideologischen Strukturen ist keine Basis für eine offene Diskussion.

Wir sind nicht bereit, dies abzunicken, denn im Falle eines Stadtratsbeschlusses würde die Bürgerschaft mit Maßnahmen konfrontiert werden, die weit über das hinausgehen, was Altstadt und Innenstadt während der Bahn-Bauarbeiten erleben und ertragen mussten.

Es wurde schon bei der Vorstellung klar, dass offensichtliche Alternativen keinerlei Beachtung finden werden:

  • Shuttlesystem mit Elektro-Kleinbussen für die Innenstadt
  • E-Mobilität in unserer Stadt
  • Prüfung des Baus der Kosbacher Brücke für den Autoverkehr zur verkehrlichen Entlastung der Innenstadt
  • eine Rampe am Zentralfriedhof von der Äußeren Brucker Straße zur Hochstraße / Werner-von-Siemens-Straße

Unsere Innenstadt darf jetzt nicht abgeriegelt werden.
Die CSU fordert daher den STOPP dieser Planspiele.

Ratsinformationssystem - Sitzungsunterlagen

Hier finden Sie alle Unterlagen zur Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses (UVPA) vom 27. Juni 2017.

Möglichkeiten zur Verkehrsentlastung in der Innenstadt vorgestellt

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Stadt Erlangen vom 28. Juni 2017 zur Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses (UVPA) vom 27. Juni 2017.

Verkehrsentwicklungsplan Erlangen

Hier finden Sie die Internetseite des Verkehrsentwicklungsplans für Erlangen www.vep-erlangen.de

 

In der Anlage finden Sie diesen Beitrag als Informationsblatt zum Download.

 

Ansprechpartnerin:

Birgitt Aßmus
CSU-Fraktionsvorsitzende, Stadträtin

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